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Schallwandler

Breitbänder oder Mehrwege

Der Breitbänder vermeidet die Trennstelle und handelt sich Bündelung, Hub und Aufbrechen ein. Ein Abwägungsartikel ohne Lagerdenken.

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Die Trennung in mehrere Wege löst ein Problem und schafft ein anderes. Sie erlaubt, jedes Chassis in seinem optimalen Bereich zu betreiben, und erzeugt dafür eine Übergangszone mit Phasendrehung und zwei räumlich getrennten Quellen für benachbarte Frequenzen.

Was für den Breitbänder spricht

Keine Weiche im empfindlichsten Bereich. Zwischen 300 Hertz und 5 Kilohertz liegt der Bereich, in dem das Gehör am genauesten arbeitet. Ein Breitbänder hat dort keine Trennstelle, keine Phasendrehung durch Filter und keinen Wechsel der Schallquelle.

Punktschallquelle. Der Schall kommt aus einer Fläche. Das ergibt eine einheitliche Laufzeit für alle Frequenzen und meist eine klar umrissene Abbildung.

Einfachheit. Kein Bauteil zwischen Verstärker und Chassis, damit auch keine Bauteiltoleranzen und keine Verluste in Spulen.

Was dagegen spricht

Bündelung im Hochton. Ab der Frequenz, bei der die Wellenlänge kleiner wird als der Membrandurchmesser, wird die Abstrahlung eng. Das verändert die Klangfarbe außerhalb der Achse deutlich und macht die Aufstellung kritisch, siehe Richtwirkung und Abstrahlverhalten.

Aufbrechen der Membran. Ein Chassis, das bis in den Hochton arbeitet, wird oberhalb seiner ersten Resonanz in Teilschwingungen betrieben. Das ist gestaltbar, aber nie so sauber wie ein spezialisierter Hochtöner.

Begrenzter Hub, begrenzte Fläche. Wer Tiefton will, braucht Volumenverschiebung. Ein Breitbänder mit ausreichend Fläche bündelt noch stärker; einer mit wenig Fläche kommt im Bass an Grenzen.

Dopplerverzerrung. Bewegt sich die Membran für tiefe Frequenzen weit, wird die gleichzeitig abgestrahlte Mittenfrequenz laufend leicht verstimmt.

Die Zwischenlösungen

Breitbänder mit Unterstützung. Ein Breitbänder für den Hauptbereich, ein Tieftöner darunter, getrennt bei 100 bis 200 Hertz. Damit liegt die Trennstelle dort, wo das Gehör wenig empfindlich für Phasenfehler ist. Denselben Weg gehen Konstruktionen mit Biegewellenwandler.

Koaxialchassis. Hochtöner in der Mitte des Tiefmitteltöners. Das erhält die Punktquelle und erlaubt spezialisierte Wandler. Der Preis sind Modulationseffekte, weil sich der Hochtöner mit der Tieftonmembran bewegt, und ein anspruchsvolles Abstrahlverhalten im Übergang.

Zweiwege mit tiefer Trennung. Ein sehr gut geeigneter Hochtöner, tief angebunden, verkürzt den Bereich, in dem beide Chassis gleichzeitig arbeiten.

Praktische Einordnung

Für kleine Räume, moderate Lautstärken und einen festen Hörplatz auf Achse ist ein guter Breitbänder eine überzeugende Lösung. Für größere Räume, mehrere Hörplätze, hohe Pegel oder Musik mit viel Tiefbass sind Mehrwegekonzepte im Vorteil.

Die Entscheidung sollte nicht am Prinzip hängen, sondern an der Umsetzung. Ein sorgfältig entwickelter Zweiwegelautsprecher mit gleichmäßiger Abstrahlung schlägt einen schlecht eingebauten Breitbänder deutlich, und umgekehrt.

Häufige Fragen

Warum bündeln Breitbänder im Hochton?
Sobald die Wellenlänge kleiner wird als der Membrandurchmesser, strahlt die Membran gerichtet ab. Bei einem 13-Zentimeter-Chassis beginnt das um 2,6 Kilohertz. Deshalb klingt ein Breitbänder außerhalb der Achse dumpfer.
Was ist ein Whizzer-Konus?
Ein kleiner Zusatzkonus in der Mitte der Membran, der den Hochton übernimmt und die Bündelung verringert. Er erweitert den nutzbaren Bereich nach oben, bringt aber eigene Resonanzen mit.

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