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Magnetostat und Bändchen

Leichte Folie, Antrieb über Leiterbahnen oder ein freies Metallband. Zwei Prinzipien, die häufig verwechselt werden.

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Beide Bauformen gehören zu den Flächenwandlern: Der Antrieb greift nicht an einem Punkt an, sondern verteilt über die Membranfläche. Der Unterschied liegt darin, wie der Strom geführt wird.

Der Magnetostat

Eine dünne Kunststofffolie trägt aufgebrachte oder aufgeklebte Leiterbahnen. Sie hängt zwischen Reihen von Stabmagneten. Fließt Strom durch die Bahnen, wirkt auf die gesamte Fläche eine Kraft.

Die Impedanz liegt im üblichen Bereich zwischen vier und acht Ohm, ein Übertrager ist nicht nötig. Magnetostaten arbeiten je nach Größe vom Mittelton aufwärts, große Paneele auch tiefer. Wie Elektrostaten sind sie meist Dipole und benötigen deshalb Wandabstand.

Ihre Stärke ist die geringe Membranmasse bei robuster Bauweise. Die Grenze liegt beim Maximalpegel und, bei großen Paneelen, in der Bündelung: Eine hohe, schmale Fläche strahlt vertikal stark gebündelt ab, was den Hörplatz in der Höhe festlegt, siehe Richtwirkung und Abstrahlverhalten.

Das echte Bändchen

Hier ist die Membran selbst der elektrische Leiter: eine sehr dünne, meist gefaltete Aluminiumfolie, die im Spalt eines starken Magnetsystems sitzt. Die bewegte Masse ist extrem gering, was im Hochton für ein sehr sauberes Ausschwingen sorgt.

Der Preis dafür ist eine Impedanz im Bereich von Bruchteilen eines Ohm. Deshalb sitzt in praktisch jedem Bändchenhochtöner ein Übertrager, der die Impedanz auf einen für Verstärker brauchbaren Wert transformiert. Dieser Übertrager ist ein Bauteil mit eigenem Frequenzgang und eigener Sättigungsgrenze und damit ein Qualitätsfaktor der Konstruktion.

Bändchen sind mechanisch empfindlich. Große Auslenkungen im Tiefton dehnen die Folie dauerhaft, und Gleichspannung am Ausgang eines defekten Verstärkers kann sie zerstören. Deshalb wird hoch getrennt, meist ab 2 bis 3 Kilohertz, mit ausreichend steilem Filter.

Wo die Unterschiede hörbar werden

Beide Prinzipien liefern im Hochton ein sehr feines Ausschwingen und eine geringe Verzerrung bei moderaten Pegeln. Der hörbare Unterschied zwischen einem guten Magnetostaten und einer guten Kalotte ist kleiner als oft dargestellt, deutlich fällt dagegen das Abstrahlverhalten auf: Ein schmales, hohes Bändchen strahlt horizontal breit und vertikal eng ab, eine Kalotte in beide Richtungen ähnlich.

Diese Abstrahlcharakteristik ist im Wohnraum das eigentliche Kriterium. Sie reduziert Deckenreflexionen und verändert damit den Anteil des reflektierten Schalls, was sich stärker auswirkt als jede Differenz im Klirrverhalten.

Kombination mit dem Rest

Der kritische Punkt bei allen leichten Hochtonwandlern ist der Übergang zum Mitteltöner. Dort treffen Flächenstrahler mit anderer Abstrahlcharakteristik und andere zeitliche Verhältnisse aufeinander. Ein sauber gelöster Übergang ist wichtiger als das gewählte Prinzip, siehe Wege und Übernahmefrequenzen.

Häufige Fragen

Was unterscheidet ein echtes Bändchen vom Magnetostaten?
Beim echten Bändchen ist die Membran selbst der Leiter, meist eine dünne Aluminiumfolie, die im Magnetfeld hängt. Beim Magnetostaten sind Leiterbahnen auf eine nichtleitende Folie aufgebracht. Das Bändchen hat eine sehr niedrige Impedanz und braucht daher einen Übertrager.
Sind Bändchen empfindlich?
Ja, gegenüber Gleichspannungsanteilen und großen Auslenkungen im Tiefton. Ein Verstärker mit Gleichspannungsfehler oder ein zu tief getrennter Einsatz kann die Folie dehnen. Deshalb trennen Hersteller Bändchen meist erst oberhalb von etwa 2 bis 3 Kilohertz.

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