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Subwoofer integrieren

Ein Subwoofer soll nicht auffallen. Wenn man ihn orten kann, ist etwas falsch eingestellt.

Zuletzt geprüft am

Trennfrequenz
meist 60 bis 90 Hz
Ortungsschwelle
oberhalb etwa 80 bis 100 Hz wird der Sub ortbar
Aufstellung
per Kriechmethode am Hörplatz ermitteln
Zwei Subwoofer
gleichmäßigerer Verlauf über die Sitzplätze

Ein Subwoofer erweitert nicht nur den Frequenzbereich nach unten, er verschafft vor allem Freiheit bei der Aufstellung: Der Bass kann dort erzeugt werden, wo der Raum ihn am gleichmäßigsten wiedergibt, unabhängig davon, wo die Hauptlautsprecher stehen.

Aufstellung zuerst

Die Position bestimmt, welche Raummoden angeregt werden. In der Ecke wird jede Mode maximal angeregt, was viel Pegel und viel Ungleichmäßigkeit ergibt. Etwas aus der Ecke gerückt, entlang einer Wand oder in einem Drittel der Raumlänge sind die Ergebnisse meist gleichmäßiger.

Die praktikabelste Methode ohne Messtechnik ist die Kriechmethode: Subwoofer auf den Hörplatz stellen, Musik mit durchlaufender Basslinie abspielen und an den möglichen Standorten entlang hören. Die Stelle mit dem ausgeglichensten Verlauf ist der spätere Standort.

Mit Messmikrofon geht es genauer: Raumantwort am Hörplatz für mehrere Subwooferpositionen messen und die mit der geringsten Welligkeit wählen, siehe Messmikrofon und Software.

Trennfrequenz

Übliche Werte liegen zwischen 60 und 90 Hertz. Zwei Grenzen sind zu beachten: Oberhalb von etwa 80 bis 100 Hertz wird der Subwoofer ortbar, weil das Gehör dann Richtungsinformation gewinnt. Und unterhalb des Bereichs, in dem die Hauptlautsprecher noch sauber spielen, entsteht eine Lücke.

Praktisch bewährt hat sich, die Trennfrequenz etwa eine halbe Oktave oberhalb der unteren Grenzfrequenz der Hauptlautsprecher zu setzen. Bei Kompaktlautsprechern mit 55 Hertz also um 75 bis 80 Hertz.

Phase und Pegel

Im Übergangsbereich arbeiten Subwoofer und Hauptlautsprecher gleichzeitig. Stimmt die Phasenlage nicht, löschen sie sich teilweise aus, und es entsteht ein Einbruch. Prüfen lässt sich das, indem man ein Signal im Übergangsbereich abspielt und die Phasenlage variiert: Die Einstellung mit dem höchsten Pegel ist die richtige.

Beim Pegel gilt: weniger ist meistens richtig. Ein Subwoofer, den man als eigene Schallquelle wahrnimmt, ist zu laut oder zu hoch getrennt.

Zwei Subwoofer

Zwei Quellen an unterschiedlichen Positionen regen die Moden verschieden an. Richtig platziert gleichen sich Überhöhungen und Einbrüche teilweise aus, und der Verlauf über mehrere Sitzplätze wird gleichmäßiger. Für Heimkino mit mehreren Plätzen ist das der wirksamste Schritt, siehe Heimkino.

Der Gewinn kommt dabei aus der Verteilung, nicht aus dem zusätzlichen Pegel. Entsprechend sind zwei kleinere Subwoofer meist sinnvoller als ein großer.

Reihenfolge beim Einstellen

  1. Position per Kriechmethode oder Messung bestimmen.
  2. Trennfrequenz passend zu den Hauptlautsprechern wählen.
  3. Phase in beiden Varianten prüfen, die lautere behalten.
  4. Pegel zunächst zu niedrig einstellen, dann langsam erhöhen.
  5. Mit mehreren Stücken gegenhören, nicht nur mit basslastigem Material.
  6. Erst danach elektronische Korrektur einsetzen, und nur für Überhöhungen, siehe Raummoden und Bass.

Häufige Fragen

Was ist die Kriechmethode?
Sie stellen den Subwoofer auf den Hörplatz, lassen Musik mit durchlaufender Basslinie spielen und kriechen an den möglichen Aufstellorten entlang. Dort, wo der Bass am gleichmäßigsten klingt, steht der Subwoofer später. Das nutzt die Umkehrbarkeit des Schallwegs.
Muss die Phase auf 0 oder 180 Grad stehen?
Das hängt von Aufstellung und Trennfrequenz ab. Stellen Sie beide Varianten ein und wählen Sie die mit mehr Pegel im Übergangsbereich. Bei stufenlosem Regler feiner abgleichen, am besten mit Messung.
Wie laut sollte der Subwoofer eingestellt sein?
So, dass er nicht als eigene Quelle auffällt. Die häufigste Fehleinstellung ist zu viel Pegel. Stellen Sie ihn zunächst zu leise ein und erhöhen Sie, bis der Bass gerade vollständig wirkt.

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