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Lautsprecher im Heimkino

Im Heimkino zählt Verständlichkeit vor Effekt. Der Center und die Einmessung entscheiden über das Ergebnis, nicht die Zahl der Kanäle.

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Ein Heimkinosystem hat eine andere Aufgabe als eine Musikanlage: Sprache muss verständlich sein, Effekte müssen ortbar sein, und das alles für mehrere Sitzplätze gleichzeitig. Das verändert die Prioritäten.

Die Anordnung

Die drei Frontlautsprecher gehören auf eine Ebene mit dem Bild, der Center möglichst nah an der Bildmitte, notfalls darunter oder darüber und dann leicht geneigt. Die Front links und rechts stehen idealerweise so, dass sie mit dem Hauptplatz ein Dreieck bilden, siehe Aufstellung und Hörplatz.

Surround-Lautsprecher gehören seitlich bis leicht hinter die Hörposition, etwa auf Ohrhöhe bis knapp darüber. Höhenkanäle sitzen an der Decke oder als aufwärts gerichtete Module auf den Frontlautsprechern, wobei letztere eine ausreichend reflektierende, ebene Decke voraussetzen.

Der Center ist das wichtigste Glied

Über den Center läuft der größte Teil des Dialogs. Sein Frequenzgang im Bereich zwischen 300 Hertz und 4 Kilohertz entscheidet über Verständlichkeit. Zwei häufige Fehler: ein liegender Center mit zwei Tieftönern links und rechts vom Hochtöner, der horizontal ausgeprägte Einbrüche erzeugt, und ein Center, der klanglich nicht zu den Frontlautsprechern passt.

Wo möglich, ist ein drittes Exemplar der Frontlautsprecher als Center die technisch sauberste Lösung.

Bass-Management

Der Effektkanal für tiefe Frequenzen und die tiefen Anteile aller anderen Kanäle werden vom Receiver zusammengeführt und an den Subwoofer geschickt. Alle Lautsprecher auf klein zu stellen und bei 80 Hertz zu trennen, ist meist die beste Wahl: Die Hauptlautsprecher werden entlastet, und der Bass kommt von der Position, die im Raum am gleichmäßigsten arbeitet, siehe Subwoofer integrieren.

Bei mehreren Sitzplätzen bringen zwei Subwoofer deutlich mehr Gleichmäßigkeit als ein größerer.

Einmessung

Die automatischen Systeme messen Abstände, Pegel und Frequenzgang. Abstände und Pegel sollten Sie übernehmen, das erledigen sie zuverlässiger als Handarbeit.

Bei der Frequenzgangkorrektur ist Vorsicht angebracht. Sinnvoll ist die Absenkung von Modenüberhöhungen im Bass. Nicht sinnvoll ist das Anheben von Einbrüchen, die durch Auslöschung entstehen, siehe Raummoden und Bass. Viele Systeme bieten deshalb eine Begrenzung der Korrektur auf den Bassbereich, und das ist meist die beste Einstellung.

Reihenfolge beim Aufbau

  1. Front links und rechts aufstellen und für Stereo optimieren.
  2. Center anpassen und Klangfarbengleichheit prüfen, am besten mit einem Schwenk über die Front.
  3. Subwoofer positionieren, siehe Kriechmethode.
  4. Surround ergänzen, Pegel eher zurückhaltend.
  5. Einmessen lassen, danach Pegel und Trennfrequenzen manuell kontrollieren.
  6. Mit einem Dialogfilm gegenprüfen, nicht mit einer Effektszene.

Häufige Fragen

Muss der Center vom selben Hersteller sein wie die Frontlautsprecher?
Wichtiger als die Marke ist die klangliche Ähnlichkeit, besonders im Bereich zwischen 300 Hertz und 4 Kilohertz. Wandert eine Stimme beim Schwenk von links über die Mitte nach rechts hörbar in der Klangfarbe, passt der Center nicht.
Wie stelle ich das Bass-Management ein?
Alle Lautsprecher auf klein stellen und bei 80 Hertz trennen ist für die meisten Systeme der beste Ausgangspunkt. Die tiefen Anteile übernimmt dann der Subwoofer, was die Hauptlautsprecher entlastet und die Aufstellung des Basses vom Rest entkoppelt.
Taugt die automatische Einmessung?
Für Pegel und Verzögerungen ja, das erledigt sie zuverlässig. Bei der Frequenzgangkorrektur ist Zurückhaltung angebracht: Absenkungen von Überhöhungen sind sinnvoll, das Auffüllen von Auslöschungen nicht.

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